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Der zweite Teil „caged“ verweist auf den
Avantgarde-Komponisten John Cage (der in den 50er Jahren die erste
durchgängige Komposition für elektronische Klangerzeugung
geschrieben hat), thematisiert aber auch das
„Gefangensein“ eines Menschen. Harald Blüchel hat
hier erstmals auf elektronische Instrumente verzichtet und sich auf
die Experimental-Fähigkeiten exzellenter Studiomusiker
verlassen. Was die allerdings ihren Klanggeräten entlocken erinnert
spätestens nach der Bearbeitung im Rechner nur entfernt an
akustische Musikinstrumente. „caged“ ist wesentlich
minimaler, bei drei Sätzen à 20 Minuten auch schwieriger
zugänglich und eventuell auch anstrengender als „Die
Toteninsel“. Gerade mit Kopfhörern dürfte die CD aber
auch noch intensiver wirken. Überhaupt, wer auf
Hörstücke steht, bekommt hier mit beiden Teilen lohnende,
intensive Kunstwerke, vorausgesetzt man begreift Ambient Music nicht
zwangsläufig als Entspannungsklänge. Der dritte Teil der
Trilogie schließlich wird erst im Sommer erscheinen und soll aus
vielen kurzen, sehr unterschiedlichen Stücken bestehen.
Hauke Schlichting, Raveline 2/07

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